Was wir damals sahen: Herr Rossi

Herr Rossi, erdacht von dem italienischen Comiczeichner Bruno Bozetto, erschien in insgesamt 11 Kurzfilmen und drei jeweils vierteiligen Serien. Hier in Deutschland dürfte den meisten die erste der drei Serien, „Herr Rossi sucht das Glück“ bekannt sein, wo der geplagte Industriearbeiter Herr Rossi von einer Fee eine magische Pfeife bekommt, die nicht nur seinem einzigen Freund, dem Hund Gaston, die Fähigkeit zu Sprechen verleiht, sondern den beiden auch gestattet, durch Raum und Zeit zu reisen, immer auf der Suche nach dem Glück. Später flüchtete sich Herr Rossi dann in Träume (Herr Rossi träumt) oder einfach in die Ferien (Die Ferien des Herrn Rossi). Immer aber war das Thema die Flucht aus dem schnöden Alltag.

Aus heutiger Sicht hat diese Kinderserie natürlich eine deutlich größere Dimension, als es uns damals als Kindern klar war. Die Flucht aus dem Alltag, das Abschweifen in Traumwelten, die Suche nach dem Sinn des Lebens… alles Themen, die immer noch aktuell sind. Vielleicht war mir Herr Rossi deshalb schon als Kind sehr sympathisch, denn irgendwo flüchten wir uns doch alle gerne mal in Fantasiewelten, um der harten Realität zu entkommen.

Ich bezweifle dass viele der heutigen Kiddies Herrn Rossi kennen, aber für mich war er als Kind ein lustiger Begleiter, der mir auch heute noch im Gedächtnis ist.

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