10 Dinge die der Justice League Film auf die Reihe kriegen muss!

JLA

Werden wir einen Justice League Film bekommen? Glaubt man den jüngsten Interviews hängt das wohl stark am Erfolg von „Man of Steel“. Aber falls es so kommt, dann müssen DC und Warner Bros. dringend ein paar Dinge auf ihren Merkzettel schreiben.

1.    Wonder Woman
Ein Justice League Film ohne Wonder Woman geht nicht, das ist klar. Sie gehört zu den Großen Drei zusammen mit Superman und Batman. Anders als ihre männlichen Kollegen allerdings hatte Wonder Woman bisher große Probleme, sich außerhalb der Comic-Seiten zu beweisen. Die Wonder Woman TV Serie mit Linda Carter ist schon lange her und der animierte Film von Anfang 2000 hat mir persönlich zwar gut gefallen, ist aber insgesamt auch nicht gut angekommen.

Wonder Woman ist ein komplizierter Charakter und für eine gelungene Umsetzung sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren, ähnlich wie bei der Justice League Cartoon Serie. Sie ist eine magische Kriegerin von einer Insel der Amazonen und fertig. Versucht nicht zu erklären warum sie fliegen kann, wieso sie einen Badeanzug im Stil der amerikanischen Flagge trägt, oder was es mit dem magischen Lasso auf sich hat. Lasst das Lasso em besten weg, drückt ihr ein Schwert in die Hand, lasst sie ein paar Kugeln mit ihren Armreifen abprallen, das reicht. Ach so, und lasst den unsichtbaren Jet weg!

2.    Die Restbesetzung
Klar, Superman, Batman und Wonder Woman sind drin. Flash und Green Lantern dürften auch gesetzt sein. Und weiter? In der ursprünglichen Originalbesetzung der Comics würden jetzt noch Martian Manhunter und Aquaman fehlen. Bei Avengers allerdings hat man sich ein wenig von der Original-Crew entfernt. Captain America, Black Widow und Hawkeye gehörten in den Comics nicht zu den Original-Avengers, stattdessen gab es Wasp und Ant-Man. Muss sich Justice League also sklavisch an die Comic-Vorlage halten? Sicherlich nicht.

Meine persönliche Lieblingsbesetzung wäre: Superman, Batman, Wonder Woman, Flash, Green Lantern und Hawkgirl, plus evtl. Martian Manhunter, was aber stark von der Story abhängt. Aquaman ist schwierig, da er für viele der Inbegriff des lächerlichen Superhelden ist. Auf jeden Fall wäre ich für eine zweite Frau im Cast und wenn Hawkgirl mit den CGI Flügeln zu teuer ist, gäbe es da ja noch Black Canary.

3.    Keine Origin-Stories bitte!
Im Justice League Film sollte es darum gehen, wie die Justice League zusammenkommt, um einer gewaltigen Bedrohung zu begegnen. Wir brauchen nicht zum gefühlten tausendsten Mal sehen, wie Bruce Waynes Eltern erschossen werden oder Superman als Kind vom sterbenden Planeten Krypton zur Erde geschossen wird. Kennt schon jeder. Und auch für die weniger bekannten Charaktere wie Wonder Woman oder Flash reicht eine kurze Flashback-Szene (z.B. beim Flash eine 10 Sekunden Szene in der man sieht, wie er vor einem Regal mit Chemikalien steht und vom Blitz getroffen wird, fertig).

Außerdem soll ja Raum für Einzelfilme bleiben, insofern ist es völlig ausreichend, wenn man die weniger bekannten Charaktere wirklich nur im absoluten Kurzformat vorstellt. Wenn sie interessant und cool rüberkommen, dann freuen sich die Kinobesucher auf die folgenden Einzelfilme.

4.    Vergesst Darkseid und Lex Luthor!
In den New52 Comics etabliert DC gerade Darkseid als den absoluten Oberbösewicht des DC Universums. Aber das Problem ist: Darkseid und Thanos sind im Prinzip ein und derselbe Charakter. Und wem auch immer eure persönliche Präferenz gilt, Marvel war mit Thanos nun mal schneller. Egal was DC/Warner mit Darkseid in den Filmen machen würde, es würde als Kopie von Marvels Thanos rüberkommen. Und Lex Luthor war in fast allen bisherigen Superman Filmen der Bösewicht, den brauchen wir nicht schon wieder.

Das DC Universum bietet jede Menge Bösewichter zur Auswahl, die es auch mit einer kompletten Justice League aufnehmen können. Brainiac, Despero, Starro, die Khunds, Mongul und noch jede Menge mehr.  Benutzt einen davon!

5.    Die Bedrohung muss das Team rechtfertigen
Einer der Gründe warum Avengers funktioniert hat ist, dass die Bedrohung eine Größenordnung hatte, die das Zusammenkommen des Teams auch nötig gemacht hat. In ihren jeweiligen Einzelfilmen sahen sich die Charaktere zwar großen Gefahren gegenüber, aber nichts in der Größenordnung „Die Welt wird vernichtet“.

DC hat es da etwas schwerer. Green Lantern hat im eigenen Film schon ein planetenverschlingendes Monstrum (Parallax) alleine besiegt, während Superman es (so schließe ich aus dem Trailer) mit einer Horder übermächtiger Kryptonier unter General Zod zu tun bekommt. Warum also ein Team gründen, wenn jeder Held alleine schon in der Lage ist, die Welt zu retten? Hier muss DC dringend gucken, dass sie einen passenden Maßstab reinkriegen, sonst ist das Ganze schnell unglaubwürdig.

6.    Justice League ungleich Avengers
Wie bereits hier in diesem Artikel wird es unvermeidlich sein, einen Justice League Film mit dem Avengers Film zu vergleichen. Gerade deshalb sollten DC und Warner darauf achten, dass der Film nicht eine Avengers-Kopie unter anderem Namen wird. Also bitte kein SHIELD / Checkmate, kein Agent Coulson und kein Loki-Klon als Bösewicht. Die generische Alien-Armee für die Actionsequenz kann man denke ich noch verargumentieren, aber in jeder anderen Hinsicht muss der Film sich unterscheiden.

7.    Es geht nicht nur um Superman und/oder Batman
Klar sind die beiden die mit Abstand bekanntesten Charaktere im Team und die Versuchung dürfte natürlich groß sein, dass Batman die Denkarbeit leistet, Superman die Muskeln spielen lässt, und die anderen Charaktere nur unter ferner liefen auftreten.  DC/Warner muss darauf achten, dass jedes Liga-Mitglied zumindest ein wenig zur Entfaltung kommt, sonst kann man den Film auch gleich „Superman / Batman“ nennen.

8.    Ein wenig Nolan, aber nicht zuviel
Keine Frage, Christopher Nolans Batman Filme waren spitze (wenn mir persönlich Teil 3 auch nicht so wirklich gefallen hat). Seine düstere Art hat für Batman sehr gut gepasst. Aber das sollte nicht zum Standard-Stil des DC Universums ausarten. Charaktere wie Flash, Green Lantern und Wonder Woman sollten nicht die ganze Zeit düster brütend in der Dunkelheit hocken und über ihre diversen Psychosen sinnieren.

9.    Vergesst dass es Green Lantern je gab!
Auch wenn mir persönlich der Green Lantern Film mit Ryan Reynolds ganz gut gefallen hat, so sollten DC / Warner trotzdem die Gelegenheit nutzen, und etablieren dass dieser Film nicht zu einem wie auch immer gearteten DC Movie Universum gehört. Entweder indem eine ganz andere Green Lantern im Film auftritt (z.B. John Stewart) oder wenn es schon Hal Jordan sein muss, dann mit einem anderen Schauspieler. Ach ja, und Ryan Reynolds würde einen tollen Flash abgeben.

10.    Und bitte die Action nicht vergessen
Warum war „Superman Returns“ mies? Weil es keine Action gab. Zu keiner Zeit hat Superman wirklich mal vollumfänglich seine Kräfte gegen einen gleichwertigen Gegner eingesetzt. Green Lantern war die meiste Zeit des Films damit beschäftigt, zu zeigen was für ein Penner Hal Jordan eigentlich ist. In „Dark Knight Rises“ hat Catwoman mehr Kampfszenen gehabt als Batman.

Natürlich braucht ein Film auch Story und Charakterentwicklung, keine Frage. Aber genau wie bei Avengers ist die Erwartung ganz klar: der Film muss in einer großen Actionszene seinen Höhepunkt erreichen, bei der die Helden der Liga mit vollem Einsatz gegen einen übermächtig scheinenden Gegner kämpfen, ihre Superkräfte zur Schau stellen, und am Ende den Tag retten. Dann noch ein paar Aufräum-Szenen zum Abschluss und Abspann. Wir brauchen nicht noch zehn Minuten lang zugucken, wie Superman im Krankenbett liegt.

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