Barbie Dreamhouse Experience – Der Bericht

oder die Abenteuer eines heterosexuellen Mannes im Reich des Pink

Am 16. Mai eröffnete mit etwa zwei Monaten Verspätung die Barbie Dreamhouse Experience in Berlin in der Nähe des Alexanderplatzes. Ein Barbiehaus in 1:1, wo sich Barbiefans jeden Alters den kompletten Pink-Flash geben konnten. Und da meine geliebte Frau ja ein großer Barbiefan ist, war es natürlich keine Frage, dass auch wir nach Berlin fahren, um die Experience mitzumachen.

Das Barbiehaus

Das Barbiehaus

Und obwohl der Berliner Stadtverkehr mit allen Kräften und voller Inbrunst versuchte, ein pünktliches Ankommen unsererseits am Veranstaltungsort zu verhindern – wir fuhren ca. 20 nach 9 über die Berliner Stadtgrenze, aber es war 10:02, bis wir endlich da waren – standen wir dann doch kurz nach 10 parat und konnten mit den ersten Besuchern, sowie einem Haufen Presseleute in das pinke Haus eintreten.

Der Eingangsbereich

An der Kasse

An der Kasse

Wenig überraschend war mein erster Eindruck wie folgt: PINK! Wo man hinsah war es rosa. Die Wände, der Fußboden, die Kassenhäuschen, alles war rosa. Im Eingangsbereich waren rechts und links rosa Regale mit – Sie ahnen es – Barbiepuppen darin und nachdem man an der Kasse seine Eintrittskarte vorgezeigt und dafür ein – natürlich – rosa Armband mit integriertem Computerchip bekommen hat, konnte man einen rosa Gang lang zum rosa Fahrstuhl gehen. Vorher allerdings konnte man sich an in der rosa Wand eingebauten Bildschirmen mit seinem Chip-Armband registrieren, seinen Namen hinterlegen und einen Avatar auswählen.

Als heterosexueller Mann war die Auswahl möglicher Avatare recht begrenzt, insofern dürfte es die wenigsten überraschen, dass ich mir Ken als Avatar ausgesucht habe. Für die weibliche Besucherschaft war die Auswahl dann doch etwas größer.

Pink in jedem Gang

Pink in jedem Gang

Bereits im Eingangsbereich wurde meine Frau übrigens von der Presse interviewt, was sich im Laufe unserer Besichtigung noch dreimal wiederholen sollte. Leider wurde relativ schnell eines klar: gefühlte 95% der Presseleute hatten nicht wirklich Lust auf diese ganze Sache, fanden das Ganze lächerlich und witzelten auch gerne mal darüber, wenn sie nicht gerade sauertöpfisch drein guckend in der Gegen rumstanden. So kam auch mit erschreckender Regelmäßigkeit die Frage „was ist so Besonderes an Barbie?“ (Übersetzung: warum so ein Aufstand wegen einer blöden Kinder-Puppe?) Aber es ist wohl wie mit allem, wenn man selbst keine Beziehung zu dem Thema hat, kann man meist auch nicht nachvollziehen, was andere daran finden. Dazu sage ich nur: ich kann bis heute nicht verstehen was Leute so toll daran finden, Briefmarken oder Modelleisenbahnen zu sammeln, aber solange es den jeweiligen Leuten Spaß macht…

In den Aufzug und ab in die Küche

Um der naheliegenden Frage vorzugreifen: Nein, das Barbie Dreamhouse war nicht mehrstöckig. Allerdings wurde eine recht überzeugende Illusion erschaffen, indem man nämlich in einen Aufzug einstieg, der mehrere „Fenster“ hatte, durch die man, untermalt von einem vibrierenden Boden, dann sehen konnte, wie man in das oberste Stockwerk hinauffuhr. Unter anderem konnte man durch die „Fenster“ dabei Skipper sehen, die gerade winkend die Treppe runterkam, sowie Ken, der draußen vor der Tür das Auto am Polieren war. Ach ja, und Barbie wandte sich über Bildschirm direkt an uns und wünschte uns eine tolle Tour. Und wenn wir Fragen hätten, sollten wir uns an eine von ihren Freundinnen wenden. Diese konnte man an den T-Shirts erkennen (erstaunlicherweise schwarz, nicht rosa) auf denen groß und breit: „Barbies Freundin“ draufstand.

Design your Cupcake

Design your Cupcake

Der erste Stopp im Obergeschoss war dann die Küche, wo es dann auch die ersten Spiele gab, die man mit Hilfe seines Barbie-Armbands samt integriertem Chip spielen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Armband übrigens bereits abgelegt und in die Hosentasche gesteckt, da meine Finger bereits am Absterben waren. Möglicherweise waren die Dinger für Leute mit etwas kleineren Handgelenken ausgelegt? Nur so eine Vermutung. Auf jeden Fall durften wir uns mittels Touch-Screen unseren eigenen Cupcake zusammenstellen, der dann auf unserem Chip gespeichert wurde.

Barbie kocht und backt

Barbie kocht und backt

Weiter im Text. In der Küche fand sich außerdem eine kleine Sammlung von Barbiepuppen hinter Glas (die alle was mit Kochen, Backen, etc. zu tun hatten), sowie jede Menge Leckerkram aus Plastik. Böse Zungen mögen jetzt behaupten, dass Barbie niemals eine solche Figur haben könnte, wenn sie sich wirklich nur von Süßkram ernähren würde, wie man hier den Eindruck bekommen könnte. Dazu ein kleiner Hinweis: Barbie ist eine Puppe, kein Mensch. Und damit weiter.

Pause vom Pink

Das Winterzimmer

Das Winterzimmer

So unglaublich es auch scheinen mag, der nächste Raum war tatsächlich nicht pink, sondern blau. Hier wurde der Winter ins Haus geholt und neben diversen Barbies im Winteroutfit gab es einen großen Schlitten, in dem die Kinder fahren konnten. Ein großer Monitor mit Winterlandschaft davor, sowie mechanische Bewegungen taten das ihre, um die Illusion einer Schlittenfahrt im 25 Grad heißen Berlin zu simulieren. Kleiner Hinweis am Rande: die Klimaanlage in dem Haus war noch nicht einsatzbereit. Trotzdem es also noch nicht sonderlich voll war (wir waren wie gesagt mit die Ersten) stieg die Temperatur langsam aber stetig an.

Das Wohnzimmer

Die Bibliothek

Die Bibliothek

Auf die Küche und den Winterraum folgte das Wohnzimmer bzw. die Bibliothek. Regal mit rosa Büchern, dazwischen ein paar Bilder von Barbie und Ken. Eine rosa Sitzecke, ein rosa Flügel, sowie ein paar Tische mit Stühlen und Bildschirmen, wo sich der geneigte Barbiefan ihr ganz persönliches Freunschaftsbuch zusammenstellen konnte, was dann wiederum auf dem Armband-Chip gespeichert wurde.

In den Tischen der Sitzecke gab es ebenfalls ein integriertes Spiel, hier durfte man puzzeln. Der rosa Flügel hatte zwar keine echten Tasten, dafür aber ein paar Knöpfe, über die man fertige Musik abspielen konnte, damit jeder mal so tun konnte, als würde er oder sie richtig in die Tasten hauen.

Der Kratzbaum

Der Kratzbaum

Und neben dem Kamin fand sich dann das (für uns als Katzenbesitzer) erste richtige Highlight: ein deckenhoher Kratzbaum aus rosa Plüsch. So etwas hätte meine Frau gerne daheim für unsere kleine Lilly. Die kann sich zwar über mangelnde Kratzbaumauswahl nicht beklagen, aber in rosa ist noch nichts dabei.

Die Hundehütte

Die Hundehütte

Aber da Barbie ja nicht nur eine Katze hat, sondern auch einen Hund und ein Pferd, waren die natürlich auch vertreten. Das Pferd guckte aus einer Luke neben dem Kratzbaum, während der Hund auf Knopfdruck aus der Hundehütte kam. Leider hat keiner der zu diesem Zeitpunkt Anwesenden das mit dem Knopf kapiert, insofern glänzte der Hund bei uns dann leider durch Abwesenheit. Glaubt man den Fotos in diversen Reportagen hat ein kleines Kind dann das Geheimnis gelüftet und den Wuff zum Rauskommen animiert. So läuft es halt manchmal.

Zimmer mit Aussicht

Die Aussichtsterrasse

Die Aussichtsterrasse

Natürlich hat so ein richtig tolles Anwesen wie das Barbie Dreamhouse auch eine Terrasse mit Spitzenaussicht. Und unabhängig davon, dass das Haus in Berlin nahe dem Alexanderplatz steht, ist die Aussicht natürlich nicht auf die Plattenbauten in Ostberlin eingestellt, sondern auf einen wunderbaren Strand, vermutlich in Malibu oder möglicherweise auch Hawaii. Auf Knopfdruck bewegen sich die Pflanzen, das Meer rauscht, und mit den Ferngläsern kann man beobachten, wie Barbie und ihre Freunde am Strand Spaß haben.

Passend dazu gibt es Regale mit dem notwendigen Strandequipment, u.a. auch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 100. Ist ein Plastikteint besonders anfällig gegen UV Strahlung? Vermutlich ja, schließlich sollen die liebgewonnenen Puppen in der Sonne ja nicht ausbleichen. Ebenfalls auf der Terrasse zu finden: ein Grill und ein Eiswagen, leider beide nur zur Deko und nicht bestückt. Ein Eis hätte ich jetzt gerne gegessen. Schade eigentlich. Aber die Aussicht ist wirklich klasse.

Werden wir schon müde?

Das Schlafzimmer

Das Schlafzimmer

Eine weitere Fahrt mit dem Aufzug bringt uns ins Schlafzimmer der Dame des Hauses. Die Tatsache dass das Bett groß genug für gefühlte 10 Leute ist kommentieren wir mal nicht weiter, aber dafür befindet sich darüber ein sehr schöner animierter Betthimmel, wo Wolken, Mond und Sterne vorbeiziehen. Außerdem findet sich neben einem weiteren Kamin dort eine Rutsche in Form eines riesigen Schuhs, sowie ein lebensgroßer „Glitterizer“.

Der Glitterizer

Der Glitterizer

Für alle, die im Thema Barbie nicht ganz so firm sind: hierbei handelt es sich um einen Glaskasten, in dem (zumindest in der Spielzeugversion) die Klamotten von Barbie mit Glitter bestäubt werden können. Leider (oder Gott sei Dank?) hat die lebensgroße Version dieses Feature wohl nicht (oder vielleicht auch nur noch nicht), so dass die Kinder in dem Glasschrank lediglich posieren konnten anstatt sich ihre Klamotten dauerhaft zu versauen

Quietsche Entchen und das Klo des Grauens

Wie sich das gehört befindet sich in unmittelbarer Reichweite des Schlafzimmers auch das Bad. Nun muss eine Plastikpuppe wahrscheinlich selten nachts aufs Klo (speziell Ken dürfte das angesichts seiner mangelnden Anatomie bzw. der fest angeschweißten Unterhose recht schwer fallen), aber man weiß ja nie, wann sich Barbie mal um 2 Uhr morgens unter die Trockenhaube setzen will.

Das Klo des Grauens

Das Klo des Grauens

Dass die Plastikbewohner des Hauses vermutlich niemals Stuhlgang haben ist auch gut so, denn die im Haus befindliche Toilette ist ein Ort des Grauens. In dunklem Blau gehalten und von fahlem Licht beleuchtet, reicht eine bloße Annäherung an den Porzellanthron aus, um den Deckel hochschnappen zu lassen, woraufhin ein fröhlich quiekender Delfin zum Vorschein kommt. Spätestens jetzt dürfte jedem der Harndrang gründlich vergangen sein, oder?

Interview

Interview

Aber lassen wir das Grauen hinter uns, denn im Bad wurden wir (bzw. meine Frau) zum mittlerweile dritten (oder vierten?) mal interviewt, diesmal von einem holländischen Radiosender. Der Kollege aus den Niederlanden verwirrte uns ein wenig, da er die Antworten von Dani jedes Mal für seine Hörer auf Holländisch wiederholte, was sich aber von seinem stark akzentuierten Deutsch kaum unterschied.

Ein weiteres Feature im Bad war die hinter einem rosa Vorhang verborgene rosa Badewanne. Kam man ihr nahe, erschien ein Schatten hinter dem Vorhang der in Kooperation mit entsprechenden Soundeffekten den Eindruck vermittelte, dass Barbie gerade unter der Dusche stand. Neben dem Psycho-Soundtrack ging mir außerdem der Gedanke durch den Kopf, warum Barbie gerade dann duschen muss, wenn sie doch weiß dass jede Menge fremder Leute durch ihr Haus touren, aber ein wenig exhibitionistisch veranlagt muss die Dame ja eh sein.

Schuhe, Kleider, Schuhe und noch mehr Schuhe

Natürlich befand sich nahe dem Schlafzimmer noch ein anderer Raum, oder besser gesagt eine Kombination von Räumen: der Ankleidebereich. Zentral dominiert von einem riesigen Brillantring, groß genug dass sogar ich ohne mich zu bücken drunter durch gehen kann, im Inneren geschmückt von ein paar Barbies im Diamant-Look.

Der Schuhschrank

Der Schuhschrank

Zu unserer Rechten fanden wir dann den Traum jeder Frau: ein gewaltiger Schuhschrank. Neben den zahlreichen zur Schau gestellten Schuhen findet sich hier zentral ein Hebel, der die diversen Schuhdisplays aufleuchten lässt und vermutlich nach dem Zufallsprinzip ein paar Schuhe auswählt. Die Sitzbank auf der man dann bequem die diversen Schuhe anprobieren könnte (so sie denn nicht alle hinter Glas verschlossen wären) darf natürlich nicht fehlen.

Zur linken fanden wir außerdem eine Art mechanischen Kleiderlift, der auf Knopfdruck diverse Outfits dem geneigten Betrachter zur Schau stellte. Leider stellten wir hier (nicht zum ersten Mal) fest, dass wohl doch noch nicht alles hundertprozentig fertig war, denn diverse Hänger waren leer. Vielleicht gerade mal ein Drittel war mit Kleidern geschmückt. Hier muss in den nächsten 8 bis 14 Tagen wohl noch was passieren.

Der begehbare Kleiderschrank

Der begehbare Kleiderschrank

Aber das macht ja nichts, denn geradeaus ging es dann in den eigentlichen Kleiderschrank, ein begehbares Boudoir in der Größe einer Mittelstandswohnung, beleuchtet von Kronleuchtern und mit einer gewaltigen Menge an Outfits rechts und links. Gut, die meisten davon waren nur auf die Wand gemalt, aber es tummelten sich auch diverse echte Klamotten samt Accessoires in den diversen Alkoven. Ein längeres Verweilen in diesem Traum jedes Modeliebhabers wurde nur durch den sich drehenden Ständer mit den Federboas drauf erschwert, der ein schreckliches Quietschgeräusch von sich gab. Das Öl zum Schmieren kommt vermutlich erst in 8 bis 14 Tagen.

Mach’s mit, mach’s nach, mach’s besser!

Eine weitere Liftfahrt brachte uns dann in den letzten Bereich des Hauses. Oder nein, eine Liftfahrt war es eigentlich nicht, denn plötzlich erschien vor uns das Bild eines Flugzeugcockpits mit Barbie im Pilotensitz. Mit Funkelgeschwindigkeit wurden wir daraufhin vom Haus ausgeflogen in den Eventbereich, der sich scheinbar an einem mysteriösen interdimensionalen Scheideweg zwischen Paris, New York und irgendwo in Italien befindet. Hier war nun nach der Besichtigung Platz, damit die Kinder sich nun auch mal selbst betätigen konnten.

Schminkstudio

Schminkstudio

Eine Malecke gab es, sowie einen Tisch mit diversen Barbie Frisierköpfen. Ein paar Lounge-Ecken zum Relaxen befanden sich direkt neben dem großen Schminkbereich, wo sich die kleinen Gäste von Barbies Freundinnen (übrigens etwas diskriminierend, da auch Männer mit den T-Shirts rumlaufen mussten) gestylt und für eine kleide Modenschau auf dem nebenan befindlichen Laufsteg aufgebretzelt wurden.

Die Showbühne

Die Showbühne

Außerdem gab es eine Showbühne, wo die kleinen und nicht so kleinen Fans ein wenig Playback singen konnten. Während unserer Anwesenheit wagte sich allerdings nur eine einzelne Frau dort hinauf und gab eine Kurzfassung von dem Lied „Everybody needs a Ken“ zum Besten. Zufriedenes Lächeln meiner geliebten Frau, denn sie hat ja bereits ihren Ken.

Kapitalismus in Pink!

Die Boutique

Die Boutique

Und natürlich durfte zum Ende der Experience eines nicht fehlen: die Boutique. Hier konnte nun jeder nach Herzenslust dem Konsum frönen. Unter anderem standen uns endlose Reihen der exklusiven und nur hier im Dreamhouse erhältlichen Special Edition Dreamhouse Barbie gegenüber. Außerdem gab es Klamotten in 1/6 und 1/1, jede Menge Drumherum (Kissen, Malbücher, Hausschuhe, etc.) und ein paar Barbiehäuser in klein natürlich auch.

Und Zahlen muss man auch noch

Und Zahlen muss man auch noch

An der Kasse erstanden wir dann noch eine Smartphone Hülle für meine Frau und durften bei einem kleinen Plausch mit der Verkäuferin noch erfahren, wie das eigentlich mit dem Armband und den darauf gespeicherten Ergebnissen der diversen Spiele funktioniert. Wenn man das Armband wieder abgibt (kostet übrigens 5 Euro Pfand), dann kann man sich eine Mappe drucken lassen, auf der die diversen Ergebnisse, zusammengestellten Cupcakes und Freundschaftsbücher, sowie noch anderer Kram dann schön bunt (mit viel rosa, vermute ich) enthalten sind. Also… zumindest theoretisch funktioniert das so. In der Praxis, so erfuhren wir, geht’s noch nicht, denn der dafür notwendige Drucker käme erst in 8 bis 14 Tagen.

Tja, damit bestätigte sich der bereits gewonnene Eindruck, dass leider trotz fast zwei Monaten Verschiebung der Eröffnung trotzdem nicht alles fertig geworden war. Die Verkäuferin erzählte uns noch, dass die letzten zwei Wochen hier im Akkord und auch Nachts geschuftet wurde, nur um alles fertig zu bekommen. Irgendwie war hier die Planung wohl nicht so ganz perfekt. Hat unserem Erlebnis aber keinen Abbruch getan, nur um das klarzustellen.

Das Kaffee

Das Kaffee

Bevor es dann wieder nach Draußen ging machten wir noch eine kleine Pause im Barbie Kaffee, wo es neben den klassischen IKEA Hot Dogs außerdem noch schön bunte Cupcakes und Donuts zu erstehen gab. Leider nicht die Cupcakes, die man sich in der Barbie-Küche selbst zusammengestellt hatte, aber dafür mit wunderbar leckerem Frosting. Auf dem Foto sind die Cupcakes leider bereits etwas zusammengefallen, was aber dem geschmacklichen Erlebnis keinerlei Abbruch tat.

Lecker Süßkram

Lecker Süßkram

Das einzige, was hier ein wenig enttäuschte, war der Mangel an Barbie-Geschirr. Barbie Pappteller und Servietten kriegt man schließlich in jedem Spielzeugladen, aber hier mussten wir mit unbedruckter Pappe vorlieb nehmen. Auch die Tragetaschen aus dem Shop waren übrigens schlicht weiß, hier hätte man noch ein wenig Liebe ins Detail stecken können. Aber wer weiß, vielleicht kommt hier in 8 bis 14 Tagen ja noch was. Dafür waren die Stühle aus rosa angehauchtem Klarplastik verdammt bequem. Warum gab’s die eigentlich nicht zu kaufen?

Die Demo

Die Demo

Die Demo

Die Vorabberichte über das Barbie Dreamhouse waren ja leider dominiert davon, dass viele Leute gegen das Ganze protestiert haben und es überhaupt nicht gut fanden. Und auf dem Weg zurück zu unserem Auto sahen wir dann auch eine kleine Gruppe von Demonstranten, die ihrem Unmut über das Barbie Dreamhouse Luft machten. Was genau die Beweggründe waren wurde mir aus den Transparenten nicht so hundertprozentig klar, aber scheinbar ging es u.a. darum, dass Barbie ein unrealistisches Frauenbild propagiere und kleine Mädchen in eine ungesunde Rolle dränge.

Meine Meinung dazu: wem’s nicht gefällt, der soll es halt nicht kaufen. Und Kinder werden nicht von Spielzeug in eine Rolle gedrängt, sondern wenn dann durch die Erziehung (oder dem Mangel selbiger) der Eltern. Und was das ungesunde Frauenbild angeht, dieser Kritikpunkt wäre vielleicht glaubhafter rübergekommen, wenn die Demonstrantinnen nicht durch die Bank runtergehungerte Besenstile ohne Brust und Arsch gewesen wären (maximale Kleidergröße < 36, glaube ich).

Im Fernsehen erfuhren wir nachträglich, dass sich scheinbar eine Femen-Aktivistin noch nackig gemacht hat und eine an ein Kreuz gefesselte Barbiepuppe abgefackelt wurde. Haben wir verpasst. Aber wenn ich nach den Bildern bei n-tv.de gehe, war es auch hier eher wenig, was wir verpasst haben, wenn ihr versteht was ich meine.

Rosa Fazit:

Meiner Frau hat der Besuch im Barbie Dreamhouse auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und auch ich als Nicht-Barbiefan fand es interessant, auch wenn meine Schmerzensgrenze nach den ca. 90 Minuten, die wir in fast kompletter pinker Umgebung verbracht haben, doch schon sehr nahe war. An dieser Stelle entschuldige ich mich auch nochmal für den Pinkstich, der in fast allen Fotos vorhanden ist, aber angesichts der Umgebung ließ sich das leider nicht vermeiden, auch mit Nachbearbeitung nicht.

Auf Wiedersehen am Alex!

Auf Wiedersehen am Alex!

In Summe war es ein sehr schöner Tag in Berlin, auch das Wetter war uns hold (25 Grad und blitzblauer Himmel) und auch wenn noch nicht alles fertig bzw. perfekt war, wurden wir gut unterhalten. Bis Ende August gastiert das Dreamhouse in Berlin und soll danach auf Tour durch Deutschland gehen. Sollte es in den Frankfurter Raum kommen, werden wir mit Sicherheit nochmal hingehen.

Und wer weiß, vielleicht ist bis dahin ja auch der Drucker da. Oder auch dann erst in 8 bis 14 Tagen.

Die komplette Bildergalerie unseres Besuches gibt’s hier:
Barbie Dreamhouse Experience – Die Fotos

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